Landesvierkampf: Sieg für Fell (02.03.2010)
(PEMAG) Am vergangenen Wochenende stieg der Landesvierkampf in Kamp-Lintfort: Der PSW Isseltal gewann die Teamkonkurrenz. Der Einzelsieg ging an Friederike Fell vom RV Eintracht Veen, die aber auf einen Start beim bundesvierkampf verzichtet.Fit und selbstbewusst präsentierten sich die rheinischen Vierkämpfer beim Landesvierkampf Ende Februar in Kamp-Lintfort. Insgesamt 29 Jugendliche gingen in der Qualifikation zum Bundesvierkampf an den Start. Nachdem sich die Leistungen im Schwimmen und Laufen als sehr different entpuppt hatten - mit teilweise sehr großen Auswüchsen nach oben und nach unten - ging es im Springen und in der Dressur konstanter zu. Am Ende siegte mit Friederike Fell eine Aktive, die mit tollen Leistungen auf der Strecke und im Wasser aufwartete, im Sattel aber ebenfalls überzeugte.
Los ging es mit dem 3000 Meter Lauf. Nachdem das Abgehen der Strecke im Regen hatte stattfinden müssen, blieben die Aktiven während des Laufs trocken. Der ausrichtende RV Seydlitz-Kamp hatte eine anspruchvolle Strecke abgesteckt. Schon die ersten 1000 Meter stellten die eigentliche Herausforderung dar, ging es doch monoton bergauf. Wer es also zu schnell anging und seine Kraft verpulverte, der verlor auf den letzten beiden Kilometern. Dabei präsentierten sich die Teilnehmer des gastgebenden Vereins als die konditionsstärksten im Feld: Jeweils 1000 Punkte holten Lynn Lottes (12:40,1 Minuten), die als Erste über die Ziellinie lief, und Pia Theberath (12:49,5 Minuten). Ihnen dicht auf den Fersen waren Friederike Fell und Alina van der Vorst (beide RV Eintracht Veen). Letztere dominierten auch im Schwimmbecken. Alina van der Vorst erreicht mit ihren 34,6 Sekunden über 50 Meter Freistil 1000 Punkte; Frederike Fell landete knapp dahinter. Doch auch Lynn Lottes überzeugte im kühlen Nass: Ihre 37,3 Sekunden bedeuteten Platz drei. Damit lag sie nach zwei Disziplinen in der Einzelwertung vorne. In der Teamkonkurrenz führte dagegen nach Tag eins der RV Eintracht Veen, der mit Friederike Fell (2.) und Alina van der Vorst (3.) die Verfolger der Führenden Lottes in der Einzelwertung stellte. Ihre Vereinskollegen Jan Troscheit und Anne Dams belegten die Plätze 10 und 21. Auf Silberkurs lag die Mannschaft aus Isseltal, die mit Jana Greven und Selina Lehmann ebenfalls zwei Athletinnen in den Top Ten hatten; Bronzekurs schlug der RV Seydlitz Kamp ein, der mit Lynn Lottes und Pia Theberath ebenfalls zwei Aktive in den Top Ten vorweisen konnte.
Am zweiten Wettkampftag ging es dann im Dressurviereck weiter, in der fast durchweg gute Leistungen zu sehen waren. Die Tageshöchstnote in der A-Dressur erbrachte die Isseltalerin Jana Greven auf Carla Couleur mit der Wertnote 8,2, die zuvor einen schlechten Start auf der Laufstrecke gehabt, aber im Wasser mit Rang vier aufgeholt hatte.
Die Entscheidung fiel im Springen, einer Stilspringprüfung der Klasse A**. Der Parcours war anspruchvoll, die Linienführung kein Kinderspiel und sogar eine "Mauer" galt es zu überwinden. "Es geht um flüssiges und rhythmisches Springen. Der Parcours verlangt den Teilnehmern Gefühl ab und ist relativ anspruchsvoll. Wir dürfen nämlich nicht vergessen, dass es sich um eine Sichtung für den Bundesvierkampf handelt", erklärte Parcourschef Karl-Heinz Nothofer dazu. Die Richter Franz-Josef Schulte im Busch und Tonius Lehmkuhl kommentierten wie schon in der Dressur jeden einzelnen Ritt. Die beste Leistung sprachen sie Julika Weyers (RV Seydlitz Kamp) zu, die auf Lazlo mit einer 8,4 ihre Vereinskollegin Celina Nothofer (8,3) auf Calisto WSO schlug. Lynn Lottes, in der Dressur etwas abgeschlagen auf Rang 15, zeigte sich auch im Springen schwächer als in den athletischen Disziplinen und wurde mit der Wertnote 6,3 lediglich 14. Damit verlor sie die Führung und fiel auf Rang vier in der Einzelwertung zurück. Stattdessen schnappte sich Friederike Fell mit ihrem dritten Platz im Springen den Gesamtsieg, vor Selina Lehmann und Celina Nothofer. Jana Greven landete hinter Lottes auf Rang fünf, Pia Theberath wurde bei ihrem ersten Vierkamp in der "großen Tour" Sechste.
In der Mannschaftswertung setzte sich letztendlich der PSW Isseltal durch, der die Mannschaft vom gastgebenden Verein auf den Silberplatz verwies. Bronze ging an den RV Eintracht Veen.
Die besten zehn Teilnehmer hatten sich für den Pferdewechsel qualifiziert, der das Einfühlungsvermögen auf die Probe stellen soll. Denn beim Bundeswettbewerb müssen eventuell Prüfungen auf Fremdpferden absolviert werden. Doch gleich fünf der zehn Reiter verzichteten auf einen weiteren Start, allen voran Einzelsiegerin Friederike Fell. Sie war bereits vier Mal für den Bundesvierkampf qualifiziert und will in den kommenden Monaten der Schule statt dem Sport den Vorzug geben. Mit ihrer Absage verlor Landestrainerin Carolin van der Linde eine routinierte Mannschaftsteilnehmerin. Neben Fell verzichteten auch Celina Notfofer, Pia Theberath vom RV Seydlitz Kamp, Alina van Vorst (RV Eintracht Veen) und Carmen Elbers (RV Kranenburg). Ein Argument kam vor allem von Seiten der Eltern, die sich gegen den erheblichen Trainingsaufwand sträuben. Die restlichen fünf wagten jedoch den Pferdewechsel. Damit qualifizierten sich Lottes, Anna Lena Nanz und Julika Weyers (alle RV Seydlitz Kamp) sowie Selina Lehmann, Jana Greven, Mira Hochstrat, Benedikt Petersen (alle PSW Isseltal) und Jessica Cara Mende vom RV Üdesheim-Stüttgen für den Lehrgang mit Carolin van der Linde. Sie sucht nach einem zweiwöchigen Training die besten vier Sportler heraus - plus Reservereiter.
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